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Zukunft braucht Herkunft

PLEWA: Der Erfinder des Keramikrohrs für Schornsteine. Ein Pionier in der Baustoffindustrie, seit mehr als 140 Jahren erfolgreich am Markt.

Mit Werken in Deutschland und Österreich. Mit Vertretungen in ganz Europa. Mit mehr als 100 Mitarbeitern produzieren wir in Deutschland an zwei Standorten Schornsteine und Heizsysteme.

Bauträger, Bauunternehmen und der Holzfertighausbau platzieren unsere Produkte in ihren Bauvorhaben.

 

 

 

 

Zukunft braucht Herkunft

Tradition & Innovation - so lautet das Leitbild von PLEWA. Aufbauend auf eine beinahe 400-jährige Tradition in der Töpferzunft „Eulner Bruderschaft“ legte Jacob Plein-Wagner („Ple-Wa“) 1868 den Grundstein für das heutige Unternehmen. Seit jeher wurde Produktentwicklung groß geschrieben: So löste z.B. Anfang des 20. Jahrhunderts die Erfindung des Schamotterohres eine bahnbrechende Veränderung des Bauteils „Schornstein“ ein.

Die früher üblichen gemauerten Schornsteine, mit allen ihren Problemen, wichen einem industriell gefertigten Qualitätsprodukt, das optimal auf die hohen Anforderungen der Ofen- und Heiztechnik abgestimmt war. Die Standards, die in der damaligen Patentschrift niedergelegt wurden, besitzen bis heute Gültigkeit.


Auch später war PLEWA bei der Entwicklung innovativer Schornstein- und Heiztechnikprodukte laufend erfolgreich: So wurde z.B. Anfang des neuen Jahrtausends der UniTherm entwickelt – der erste Fertigteil-Schornstein mit integriertem Ofen.

Mit dieser Innovation hat PLEWA gute Chancen, den Schornstein-markt ein weiteres Mal zu revolutionieren: Unter dem Motto „All-in-one“ erfüllt die UniTherm-Reihe die Bedürfnisse der Bauherren nach einer Platz sparenden, zukunftsweisenden und dabei umwelt-schonenden Heiztechnik, die gleichzeitig die Faszination des lebendig brennenden Holzfeuers in den Wohnbereich miteinbezieht.

Im Rahmen der Produktinnovationen UniTherm hat PLEWA Ende 2013 die Produktlinien neu definiert. In Zukunft gibt es nun die Produktlinien:
PLEWA excellent - Die Heizung im Schornstein,

und

PLEWA classic - Der Ofen im Schornstein.

Seit 2008 ist PLEWA Teil des international tätigen Familienunternehmens FRÜHWALD mit Sitz in Tillmitsch/Österreich. 

An der Schornsteintechnik entscheidet sich über Jahrzehnte, wie gut der Schornstein raucht PLEWA hat wie kein anderes Unternehmen diese Technik erfunden, erforscht und perfektioniert. Und bis in alle Details realisiert.

Auch High-Tech fordert Handwerksqualitäten

1868 trat Jacob Plein-Wagner aus der Töpfer -Zunft "Eulner Bruderschaft" aus, der seine Familie über fast 400 Jahre angehört hatte. Denn die Zunft schrieb die Reduktion auf nur einen Ofen und einen Gesellen vor. Jacob Plein-Wagner aber wollte sein Können für die industrielle Fertigung einsetzen. So legte er den Grundstein für die heutigen PLEWA-Werke.

Peter Plein-Wagner schaffte schließlich mit der Erfindung des Schamotte-Rohrs den industriellen Durchbruch. Weit über 100 Millionen steigende Meter Schornstein wurden in den letzten 100 Jahren davon verbaut. Das PLEWA-Rohr wurde zum Gattungsbegriff für keramische Schornsteinrohre. Der Tradition des Handwerks fühlt sich PLEWA bis heute verpflichtet.

Bei der Auswahl und Weiterentwicklung der Materialien. Bei der Kunst des exakten Brennens, der Veredelung durch Glasuren. Und auch den Stolz auf die eigene Arbeit haben wir uns erhalten.

2. Wer die Patente hat, der hat die Originale

PLEWA Patente sind auch heute noch die Grundlage zukunftsweisender Schornstein-Technologie. Schon das erste Patent, das Patent für die dreischalige Bauweise von Schornsteinen aus Schamotte-Innenrohr, Dämmung und Mantelstein, hat bis heute seine Gültigkeit.

Seitdem haben weit über 100 PLEWA-Patente maßgeblich dazu beigetragen, die Schornstein-Technologie zum modernen Industrie-zweig werden zulassen. Und bei uns können Sie sicher sein, das Original-Produkt zum Patent zu bekommen.

Die optimale Eckausrundung des Innenrohrs wurde erforscht, um trotz größtmöglicher Platzausnutzung Rußansatz zu verhindern. Bei runden Rohren ist das nicht möglich, sie erfordern meist größere Innen- und damit auch Außenmaße.

Gemeinsam mit der Fertighausindustrie entwickelten wir den Fertigteil- Schornstein, der in allen Varianten als komplettes Bauelement geliefert werden kann. 70 % aller Fertighaus-Firmen setzen ihn heute ein. Wir optimierten die keramische Glasur auf Schamotte. PLEWA ist der erste Hersteller bleifrei glasierter Schornsteinrohre mit dem Dampfdiffusionswiderstand einer Plastikfolie.

 

Mit uns rechnet jeder, der Schornsteine plant

Wer heute Schornsteine baut, kann nicht umhin, auf die Grundlagen-forschung der PLEWA-Werke zurückzugreifen.

Denn maßgebliche Berechnungs-Formeln wurden bei uns entwickelt.

 

Die PLEWA-Walger-Formel

Schon in den Anfängen unserer Firma haben Untersuchungen ergeben, dass die Heizleistung entscheidend abhängig ist von der genauen Bemessung des Schornstein-Querschnitts. Um dies exakt berechnen zu können, waren komplizierte empirische Forschungen nötig. Die daraus entwickelte PLEWA-Walger-Formel ist noch heute Grundlage jeder Schornstein- Berechnung.

 

Der Jukowski-Stoß

Die Erforschung des Eigenresonanz-Verhaltens von Schornsteinen war ein wichtiger Schritt für die Standsicherheit von höheren Schornsteinen mit dünnen Innenschalen.

 

Forschungsergebnisse statt Glaubensfragen

Der Gründung der PLEWA-Werke ging die Idee voraus, Verwirbelungen im gemauerten Schornstein wissenschaftlich zu untersuchen. Seitdem wird der Forschung ein hoher Stellenwert beigemessen. Unter anderen gab es in der Vergangenheit enge Verbindungen und die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungsinstituten, mit den Forschungsabteilungen anderer Unternehmen, mit dem TÜV verschiedener Länder und dem Bundesministerium für Forschung und Technologie.

• Fach-Hochschule Trier, Institut für Versorgungstechnik

• Fraunhofer Institut für Bautechnik, Stuttgart

• Technische Universität München, Institut für Fluidmechanik

• Technische Universität Clausthal, Institut für Nichtmetallische Stoffe

PLEWA-Ingenieure stellten Ausbilder, entwickelten  Schulungspro-gramme und überwachten Diplomarbeiten.

Das Innovationsförderungsprogramm des Landes Rheinland-Pfalz hat 1989 den Bau einer aufwendigen Forschungseinrichtung von 2,5 Mio. DM mitfinanziert. Es ermöglichte die Simulation unter realen Bedingungen und hat uns geholfen, das Schornsteinsystem der Zukunft, den konzentrischen Luft-Abgas-Schornstein LAS weiterzuentwickeln.

Erstmals konnten danach alle Feuerstätten angeschlossen werden: Gas, Öl und feste Brennstoffe. Er ist Rußbrand beständig und sorgt für die separate und vorgewärmte Verbrennungsluftzufuhr durch den Schornstein.

 

Wir sind dem Trend oft weit voraus

Als wir in den 1990ziger Jahren gemeinsam mit der Ruhrgas AG das konzentrische LAS-System entwickelten, war vom Energiesparen noch kaum die Rede. Das Verbundprojekt Niedrigenergiehäuser der damaligen Bundesregierung bestätigte seiner Zeit eindeutig, dass dies der ideale Schornstein fürs Energiesparen ist. Zwei von nur insgesamt zehn Häusern wurden samt dazugehöriger Heizung mit diesem PLEW A-System ausgestattet. Alle zwei mit überdurchschnittlichem Erfolg. Bei zwei weiteren Doppelhäusern wurden andere Abgassysteme von PLEWA eingesetzt.

 

Wer Normen aufstellt, weiß sie auch einzuhalten

Von unseren Forschungsprojekten hat häufig die gesamte Branche profitiert. Denn neue Erkenntnisse in Bauphysik, Brandschutz, Funktionssicherheit und Energie-Einsparung sind in neue Verordnungen häufig mit eingeflossen.